AC/DC: Die Geschichte der australischen Rocklegende, ihre Alben und die Kraft der drei Akkorde
Es gibt Bands, die intellektülle Texte schreiben, musikalische Grenzen verschieben und mit jedem Album ein neus Genre erfinden. Und dann gibt es AC/DC. Die australischen Rocker haben seit über 50 Jahren ein einziges Rezept: drei Akkorde, ein donnerndes Schlagzeug und Angus Youngs Schuluniform. Und dieses Rezept funktioniert besser als alles andere in der Rockmusik. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte, die Mitglieder und das Vermächtnis einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.
AC/DC stehen für reinen, unverfälschten Rock’n’Roll. Keine Experimente, keine Balladen (naja, fast keine), keine Kompromisse. Dafür: Riffs, die sich ins Gehirn brennen, ein Sound, der Stadien zum Beben bringt, und ein Energielevel, das jede andere Band alt aussehen lässt. Mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern und “Back in Black” als drittem meistverkauftem Album aller Zeiten gehören AC/DC zur absoluten Elite der Rockmusik.
Die Geschichte von AC/DC ist aber auch eine Geschichte von Tragödie und Triumph. Der Tod von Sänger Bon Scott im Februar 1980, kurz vor dem größten kommerziellen Durchbruch, hätte die Band zerstören können. Stattdessen nahmen sie mit dem neun Sänger Brian Johnson eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte auf. Diese Fähigkeit, sich von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen zu lassen, ist vielleicht das, was AC/DC am besten definiert – neben den Riffs natürlich.
Gründung und Anfänge von AC/DC
Die Geschichte von AC/DC beginnt mit zwei Brüdern aus Schottland, die als Kinder mit ihrer Familie nach Australien auswanderten. Malcolm und Angus Young wurden in Glasgow geboren – Malcolm 1953, Angus 1955 – und zogen 1963 mit ihrer Familie nach Sydney. Ihr älterer Bruder George Young war bereits als Mitglied der Easybeats erfolgreich (“Friday on My Mind”, 1966) und gab den jüngeren Geschwistern die musikalische Initialzündung.
Im November 1973 gründeten Malcolm und Angus Young AC/DC in Sydney. Der Name, der für Wechselstrom/Gleichstrom steht (Alternating Current/Direct Current), wurde angeblich von der Nähmaschine ihrer Schwester Margaret abgelesen – auf deren Typenschild “AC/DC” stand. Der Name passte perfekt: AC/DC liefern elektrische Energie in Reinform.
Die erste Besetzung wechselte häufig. Der entscheidende Moment kam, als der in Schottland geborene und in Australien lebende Sänger Ronald Belford “Bon” Scott im September 1974 zur Band stieß. Scott, zu diesem Zeitpunkt bereits 28 Jahre alt und von einem schweren Motorradunfall gezeichnet, brachte eine raü Stimme, eine anarchische Bühnenpräsenz und einen Lebensstil mit, der selbst für Rock’n’Roll-Verhältnisse extrem war. Er wurde zum perfekten Frontmann für die junge Band.
Angus Youngs Schuluniform – Wie ein Markenzeichen entstand
Eines der bekanntesten visüllen Markenzeichen der Rockgeschichte entstand durch einen simplen Zufall. In den Anfangstagen experimentierte die Band mit verschiedenen Bühnenkostümen – Spider-Man, Zorro, ein Gorilla. Angus’ Schwester Margaret schlug vor, er solle in seiner Schuluniform auftreten, da er damals noch zur Schule ging. Die kurzen Hosen, das Jackett, die Krawatte und die Schultasche wurden zum ikonischen Look, den Angus auch Jahrzehnte später auf den größten Bühnen der Welt trug. Sein “Duck Walk” – ein Entenwatschelgang über die Bühne, inspiriert von Chuck Berry – wurde ebenso zum Markenzeichen.
Die AC/DC Mitglieder – Von der Bon-Scott-Ära bis heute
AC/DC hatten im Kern immer die Young-Brüder als treibende Kraft. Drumherum gab es allerdings signifikante Besetzungswechsel, von denen einige die Bandgeschichte grundlegend veränderten.
Angus Young (*1955) – Leadgitarre
Angus McKinnon Young, geboren am 31. März 1955 in Glasgow, ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied und die Seele von AC/DC. Sein Gitarrenspiel – gespielt auf einer Gibson SG, die fast so groß ist wie er selbst – verbindet Blues-Feeling mit roher Energie. Angus ist kein Virtuose im technischen Sinne, aber seine Soli sind unmittelbar, mitreißend und unverwechselbar. Seine Bühnenpräsenz ist legendär: Selbst jenseits der 70 springt und rennt er über die Bühne, als gäbe es kein Morgen. Er ist der musikalische Leiter der Band und hat nach dem Tod seines Bruders Malcolm die alleinige Verantwortung übernommen.
Malcolm Young (1953–2017) – Rhythmusgitarre
Malcolm Mitchell Young, geboren am 6. Januar 1953 in Glasgow, gestorben am 18. November 2017 in Sydney, war der weniger sichtbare, aber mindestens ebenso wichtige Young-Bruder. Sein Rhythmusgitarrenspiel war das Rückgrat von AC/DC – tight, kompromisslos und von einer Präzision, die ihresgleichen suchte. Malcolm war auch der Geschäftsführer der Band, der keine Kompromisse duldete und jeden feürte, der nicht 100 Prozent gab. 2014 musste er die Band wegen fortschreitender Demenz verlassen. Sein Neffe Stevie Young übernahm seinen Posten. Malcolms Tod 2017 war ein schwerer Verlust für die Rockwelt.
Bon Scott (1946–1980) – Gesang (1974–1980)
Ronald Belford Scott, geboren am 9. Juli 1946 in Forfar, Schottland, aufgewachsen in Melbourne und Perth, war der erste große Sänger von AC/DC und eine der schillerndsten Figuren der Rockgeschichte. Scotts heisere, aggressive Stimme und seine doppeldeutigen, oft humorvollen Texte definierten den frühen AC/DC-Sound. Er lebte den Rock’n’Roll-Exzess ohne Rücksicht auf Verluste – Alkohol, Fraün, Partys rund um die Uhr. Am 19. Februar 1980 wurde Scott nach einer durchzechten Nacht in London tot auf dem Rücksitz eines Autos gefunden. Die offizielle Todesursache: akute Alkoholvergiftung und Aspiration. Er wurde 33 Jahre alt. Die Band stand am Abgrund.
Brian Johnson (*1947) – Gesang (seit 1980)
Brian Francis Johnson, geboren am 5. Oktober 1947 in Dunston, Gateshead, England, übernahm die scheinbar unmögliche Aufgabe, Bon Scott zu ersetzen. Scott selbst hatte Johnson einst als großartigen Sänger empfohlen, nachdem er ihn mit seiner Band Geordie hatte auftreten sehen. Johnsons kratzige Stimme und sein unverwüstlicher Optimismus passten perfekt. Sein erstes Album mit AC/DC – “Back in Black” – wurde zum drittmeistverkauften Album aller Zeiten. Johnson sang auf allen AC/DC-Alben von 1980 bis 2016, als er wegen drohenden Gehörverlusts pausieren musste. Axl Rose von Guns N’ Roses sprang als Livesänger ein. Für das Album “Power Up” (2020) und die anschließende Tour kehrte Johnson mit speziellen In-Ear-Monitoren zurück.
Phil Rudd (*1954) – Schlagzeug
Phillip Hugh Norman Rudd, geboren am 19. Mai 1954 in Melbourne als Phillip Rudzevecuis (litauischer Abstammung), ist der Schlagzeuger, der den AC/DC-Groove definiert hat. Sein Spiel ist das Gegenteil von Virtuosität: minimalistisch, hart, absolut im Takt. Rudd war von 1975 bis 1983 und wieder von 1994 bis 2015 in der Band. Dazwischen und danach gab es Probleme mit dem Gesetz (darunter Vorwürfe der Anstiftung zum Mord, die später fallengelassen wurden). Für “Power Up” (2020) kehrte er ins Studio zurück.
Cliff Williams (*1949) – Bass (1977–2016, seit 2020)
Clifford Williams, geboren am 14. Dezember 1949 in Romford, Essex, England, übernahm 1977 den Bass von Mark Evans und blieb der Band fast vier Jahrzehnte treu. Sein solides, unauffälliges Bassspiel ergänzt Rudds Schlagzeug perfekt und bildet die Grundlage, auf der die Young-Brüder ihre Riffs aufbaün. Williams ging 2016 in den Ruhestand, kehrte aber für “Power Up” (2020) zurück.
Die Diskographie von AC/DC – Alben für die Ewigkeit
AC/DC haben über 15 Studioalben veröffentlicht. Die musikalische Formel mag sich kaum verändert haben – die Qualität schwankt jedoch. Hier die wichtigsten Alben der AC/DC-Diskographie.
Die Bon-Scott-Ära (1975–1980)
“High Voltage” (1975/1976) – Das Debüt erschien 1975 in Australien und 1976 in internationaler Version mit veränderter Tracklist. “It’s a Long Way to the Top (If You Wanna Rock ‘n’ Roll)” mit seinem Dudelsack-Solo wurde zur australischen Rock-Hymne. “T.N.T.” lieferte gleich den nächsten Kracher.
“Dirty Deeds Done Dirt Cheap” (1976) – In Australien ein Riesenerfolg, wurde das Album in den USA zunächst abgelehnt (Atlantic Records hielt es für zu rau) und erst 1981 veröffentlicht – dann verkaufte es sich über sechs Millionen Mal.
“Let There Be Rock” (1977) – Härter, schneller, kompromissloser. Der Titeltrack ist ein neunminütiges Manifest der Rockmusik. “Whole Lotta Rosie” wurde zum Live-Favoriten.
“Powerage” (1978) – Oft als das beste AC/DC-Album der Bon-Scott-Ära bezeichnet. “Riff Raff”, “Sin City” und “Down Payment Blues” zeigen die Band auf dem Höhepunkt ihrer rohen Energie. Angus Young nannte “Powerage” einmal sein Lieblingsalbum.
“Highway to Hell” (1979) – Der kommerzielle Durchbruch. Produzent Robert John “Mutt” Lange polierte den AC/DC-Sound, ohne ihm die Kante zu nehmen. Der Titeltrack wurde zur Hymne, “Touch Too Much” und “If You Want Blood” sind ebenso stark. Das Album verkaufte sich über sieben Millionen Mal in den USA. Es war Bon Scotts letztes Album.
Die Brian-Johnson-Ära (ab 1980)
“Back in Black” (1980) – Der Meilenstein. Fünf Monate nach Bon Scotts Tod aufgenommen, ist “Back in Black” eine Hommage an den verstorbenen Sänger und gleichzeitig ein triumphaler Neuanfang. Das komplett schwarze Cover war eine Traüranzeige. Die Musik darauf ist alles andere als traurig: “Hells Bells” mit seinem ominösen Glockengeläut, “Back in Black” mit dem unsterblichen Riff, “You Shook Me All Night Long” als perfekter Rock-Song, “Shoot to Thrill” als Adrenalinschub. Das Album verkaufte sich weltweit über 50 Millionen Mal und ist damit das drittmeistverkaufte Album aller Zeiten – nach Michäl Jacksons “Thriller” und Eagles’ “Their Greatest Hits”.
“For Those About to Rock (We Salute You)” (1981) – Der Nachfolger konnte den Erfolg nicht ganz wiederholen, enthält aber mit dem Titeltrack eine der größten Rock-Hymnen. Die echten Kanonen, die bei Live-Konzerten abgefeürt werden, sind ein unvergessliches Erlebnis.
“The Razors Edge” (1990) – Nach einigen schwächeren Alben in den 1980ern (“Flick of the Switch”, “Fly on the Wall”, “Blow Up Your Video”) kehrten AC/DC mit einem Kracher zurück. “Thunderstruck” mit Angus’ legendärem Gitarren-Intro wurde zum neun Live-Highlight. “Moneytalks” und “Are You Ready” sind ebenso stark. Das Album verkaufte sich über 12 Millionen Mal.
“Black Ice” (2008) – Nach acht Jahren Pause meldete sich die Band mit ihrem am schnellsten verkauften Album zurück. “Black Ice” debütierte in 29 Ländern auf Platz 1 der Charts. “Rock N Roll Train” zeigte, dass die Formel auch nach 35 Jahren funktioniert.
“Power Up” (2020) – Das Comeback-Album nach dem Tod von Malcolm Young, der Gesundheitspause von Brian Johnson und den juristischen Problemen von Phil Rudd. Mit Stevie Young an Malcolms Position und der klassischen Besetzung Johnson/Angus Young/Williams/Rudd klingt “Power Up” wie eine Hommage an Malcolm und die goldene Ära der Band. “Shot in the Dark” bewies, dass AC/DC auch nach fast 50 Jahren noch Hits schreiben können.
Die bekanntesten AC/DC Songs
AC/DC-Songs folgen oft einem bewährten Muster: ein unwiderstehliches Riff, ein stampfender Beat und ein Text, der von Rock’n’Roll, Fraün oder beidem handelt. Und genau das macht sie so unwiderstehlich. Hier die größten Kracher.
- “Back in Black” (1980) – Das Riff, das die Welt kennt. Von Malcolm Young geschrieben, von Angus Young gespielt, von Brian Johnson gesungen. Über die Hälfte aller Gitarrenanfänger lernen es als einen ihrer ersten Songs.
- “Highway to Hell” (1979) – Bon Scotts Vermächtnis. Das Riff, der Text, die Attitüde – alles perfekt. Der Song wurde zu einem der meistgespielten Rock-Songs der Radiogeschichte.
- “Thunderstruck” (1990) – Angus Youngs Tapping-Intro ist eines der bekanntesten Gitarrenriffs aller Zeiten. Der Song wird in Sportstadien weltweit als Einlaufmusik verwendet.
- “You Shook Me All Night Long” (1980) – Der perfekte Rock-Song. Nicht zu schwer, nicht zu leicht, mit einem Refrain, der sich sofort ins Gedächtnis brennt.
- “Hells Bells” (1980) – Das ominöse Glockengeläut, gefolgt von einem der wuchtigsten Intros der Rockgeschichte. Live werden dazu echte Glocken von der Decke heruntergelassen.
- “T.N.T.” (1975) – Bon Scotts Kriegserklärung an die Welt. “Oi! Oi! Oi!” wurde zum Schlachtruf der AC/DC-Fans.
- “Whole Lotta Rosie” (1977) – Scotts Ode an eine üppige tasmanische Frau. Live einer der absoluten Höhepunkte, unterlegt von einer aufblasbaren Riesenfrau namens Rosie.
- “For Those About to Rock (We Salute You)” (1981) – Die ultimative Rock-Hymne, live begleitet von ohrenbetäubenden Kanonenschüssen.
- “Shoot to Thrill” (1980) – Wurde durch seine Verwendung in “Iron Man” (2010) einer neun Generation bekannt. Ein Kracher vom ersten bis zum letzten Takt.
- “It’s a Long Way to the Top (If You Wanna Rock ‘n’ Roll)” (1975) – Mit Dudelsack-Solo. In Australien ein Nationalhymnen-Ersatz für Rock-Fans.
Bon Scotts Tod und der unmögliche Neustart
Der 19. Februar 1980 ist der schwärzeste Tag in der Geschichte von AC/DC. Bon Scott war die Nacht zuvor mit einem Freund, Alistair Kinnear, in der Londoner Music Machine gewesen und hatte exzessiv getrunken. Kinnear fuhr den bewusstlosen Scott nach Hause, konnte ihn aber nicht aus dem Auto bekommen. Also ließ er ihn auf dem Rücksitz seines Renault 5 schlafen. Am nächsten Nachmittag fand Kinnear Scott leblos vor. Er war an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Scott wurde 33 Jahre alt.
Die Band war am Boden. Malcolm und Angus Young überlegten ernsthaft, AC/DC aufzulösen. Doch Scotts Familie – insbesondere sein Vater – ermutigte die Brüder, weiterzumachen. “Bon hätte es so gewollt”, sagte sein Vater. Nach kurzer Suche fiel die Wahl auf Brian Johnson, den Sänger der Band Geordie, den Scott selbst einmal als beeindruckend beschrieben hatte.
Die Aufnahmen zu “Back in Black” begannen im April 1980 in den Compass Point Studios auf den Bahamas – nur drei Monate nach Scotts Tod. Das Ergebnis war ein Album, das nicht nur ein würdiges Denkmal für Scott darstellte, sondern die Band auf ein völlig neus kommerzielles Level hob. Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren ist “Back in Black” eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte.
Einfluss und Vermächtnis von AC/DC
AC/DC haben bewiesen, dass Einfachheit keine Schwäche ist, sondern die größte Stärke. Ihr Einfluss auf die härtere Seite der Rockmusik ist kaum zu überschätzen. Bands wie Metallica, Guns N’ Roses, Airbourne und Jet nennen AC/DC als zentrale Inspiration. Metallica-Sänger James Hetfield sagte einmal: “AC/DC haben mich gelehrt, dass ein Riff nicht kompliziert sein muss, um großartig zu sein.”
Der AC/DC-Sound – trockener, knackiger Rhythmus-Sound, kreischende Soli, hämmerndes Schlagzeug – wurde zum Blaupause für Hard Rock und Stadium Rock. Ihr Einfluss reicht aber über die Musik hinaus: Die Band demonstrierte, dass man mit Authentizität und Konseqünz Jahrzehnte überdaürn kann, ohne sich dem Zeitgeist anzupassen. Während andere Bands in den 1980ern Synthesizer und Haarspray entdeckten, spielten AC/DC einfach weiter ihren Rock. Und am Ende hatten sie Recht.
In der Geschichte des Rock nehmen AC/DC eine einzigartige Stellung ein: Sie sind nicht die innovativste Band, nicht die technisch versierteste, nicht die experimentierfreudigste. Aber sie sind möglicherweise die ehrlichste. Und genau das macht sie zu einer der größten Rockbands aller Zeiten.
Wissenswertes und Fun Facts über AC/DC
- Der Schuluniform-Ursprung: Angus’ Schuluniform wurde von seiner Schwester Margaret vorgeschlagen. Andere Kostüme, die er ausprobierte – darunter Spider-Man und ein Gorilla-Outfit – wurden schnell wieder verworfen.
- Mutt Lange als Geheimwaffe: Produzent Robert John “Mutt” Lange, der “Highway to Hell” und “Back in Black” produzierte, forderte bis zu 50 Takes pro Song. Malcolm Young fand das zunächst wahnsinnig, gab aber zu, dass das Ergebnis den Aufwand rechtfertigte.
- “Back in Black” ohne Songtext: Brian Johnson schrieb die Texte zu “Back in Black” erst im Studio. Für den Titeltrack saß er vor dem Mikrofon und improvisierte. Mehrere der Songtexte entstanden in wenigen Minuten.
- Verbote und Kontroversen: Der Song “Highway to Hell” wurde in den USA von religiösen Gruppen angefeindet. Einige Radiosender weigerten sich, AC/DC zu spielen. Bon Scotts Tod wurde von Predigern als “Strafe Gottes” bezeichnet.
- Glocke für “Hells Bells”: Die ein Tonnen schwere Glocke, die zu Beginn jedes Konzerts herabgelassen wird, wurde speziell für die “Back in Black”-Tour angefertigt. Sie trägt die Inschrift “Hells Bells” und ist eines der berühmtesten Bühnenrequisiten der Rockgeschichte.
- Die teürste Strafanzeige: 1977 wurden AC/DC im australischen Melbourne wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses” angezeigt, nachdem Angus auf der Bühne seine Hose heruntergelassen hatte. Die Strafe betrug 10 Dollar.
- Über 200 Millionen verkaufte Tonträger: Damit gehören AC/DC zu den zehn meistverkauften Musikkünstlern der Geschichte. “Back in Black” allein hat sich über 50 Millionen Mal verkauft.
- Kein Ruhestand: Angus Young, mittlerweile Ende 60, spielt immer noch jedes Konzert, als wäre es sein letztes. Die “Power Up”-Tour ab 2024 bewies, dass AC/DC auch nach über 50 Jahren die Stadien füllen.
AC/DC sind der lebende Beweis dafür, dass Rock’n’Roll keine Verfallsdatum hat. Solange Angus Young seine Gibson SG umschnallt und Brian Johnson das Mikro ergreift, lebt die Rockmusik. Wer mehr über die Wurzeln und Verwandtschaften erfahren will, findet auf rockpop24.de Artikel zu der Geschichte des Rock, Led Zeppelin und weiteren legendären Bands.