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The Rolling Stones: 60 Jahre Rockgeschichte, Mick Jagger und die ewigen Legenden

Von Johan Steppuhn · · 14 Min. Lesezeit

Es gibt Bands, die kommen und gehen. Und dann gibt es die Rolling Stones. Seit über sechs Jahrzehnten stehen Mick Jagger und Keith Richards auf der Bühne – eine Partnerschaft, die länger hält als die meisten Ehen, Regierungen und sogar manche Staaten. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte der Band, die sich selbst als “The Greatest Rock and Roll Band in the World” bezeichnet – und der kaum jemand ernsthaft widersprechen mag.

Die Rolling Stones sind das perfekte Gegengewicht zu den Beatles: raür, lauter, gefährlicher. Wo die Beatles die netten Jungs von nebenan waren, verkörperten die Stones die Rebellion. Ihr Blues-getränkter Rock’n’Roll, gepaart mit Jaggers unvergleichlicher Bühnenpräsenz und Richards’ unsterblichen Riffs, machte sie zu Ikonen einer ganzen Ära. Und während andere Bands längst in der Versenkung verschwunden sind, touren die Stones noch immer durch die größten Stadien der Welt.

Die Gründung der Rolling Stones, ihre Mitglieder, die zahlreichen Alben und ihr ungebrochener Einfluss auf die Rockmusik – all das ist Stoff für einen der faszinierendsten Kapitel der Musikgeschichte. Von den kleinen Blues-Clubs in London bis hin zu den Mega-Tourneen mit Millionenumsätzen: Die Geschichte der Rolling Stones ist ein Kracher, der nicht enden will.

Gründung und Anfänge der Rolling Stones

Die Keimzelle der Rolling Stones liegt in einem Londoner Vorort-Bahnhof. Am 17. Oktober 1961 trafen sich Mick Jagger und Keith Richards zufällig im Zug von Dartford nach London. Die beiden kannten sich flüchtig aus der Grundschule, hatten sich aber aus den Augen verloren. Jagger trug Schallplatten von Muddy Waters und Chuck Berry unter dem Arm – und sofort hatten die beiden ein Thema. Richards, selbst ein besessener Blues-Fan, war elektrisiert.

Über den Gitarristen Brian Jones, der in der Londoner Blues-Szene aktiv war, fanden Jagger und Richards Anschluss an die wachsende R&B-Bewegung. Jones hatte bereits eine Band zusammengestellt und regelmäßige Auftritte im Ealing Jazz Club organisiert. Am 12. Juli 1962 spielten die Rolling Stones – benannt nach einem Muddy-Waters-Song – ihr erstes Konzert im Marqüe Club in London. Die Besetzung: Brian Jones (Gitarre), Mick Jagger (Gesang), Keith Richards (Gitarre), Ian Stewart (Klavier), Dick Taylor (Bass) und Mick Avory (Schlagzeug).

Die Besetzung stabilisierte sich bald: Bill Wyman stieß im Dezember 1962 als Bassist dazu, Charlie Watts – der zunächst zögerte, weil er einen festen Job als Grafikdesigner hatte – übernahm im Januar 1963 das Schlagzeug. Ian Stewart wurde auf Drängen von Manager Andrew Loog Oldham aus der offiziellen Besetzung entfernt (Oldham fand sechs Mitglieder zu viele für ein Image), blieb aber bis zu seinem Tod 1985 als Road Manager und Studiomusiker Teil der Familie.

Andrew Loog Oldham und die Anti-Beatles-Strategie

Der erst 19-jährige Andrew Loog Oldham wurde im April 1963 Manager der Stones und entwarf eine brillante Marketingstrategie: Die Stones sollten das genau Gegenteil der Beatles sein. Keine Anzüge, keine Verbeugungen, kein braves Lächeln. Stattdessen: lange Haare, provokante Blicke und die Frage in der Presse “Would you let your daughter go with a Rolling Stone?” – die bewusst in Umlauf gebracht wurde. Es funktionierte perfekt. Die Stones wurden zur Bad-Boy-Alternative zur Beatlemania.

Oldham drängte Jagger und Richards auch zum eigenen Songwriting. Ihre erste Single “Come On” (1963) war noch ein Chuck-Berry-Cover, aber bald lieferten Jagger/Richards eigenes Material. Es war übrigens John Lennon und Paul McCartney, die den Stones ihren zweiten Hit “I Wanna Be Your Man” schrieben – bei einem zufälligen Treffen, quasi auf der Stelle komponiert. Die Beatles und die Stones waren keine Rivalen, wie die Presse es darstellte, sondern befreundete Kollegen, die sich gegenseitig inspirierten.

Die Rolling Stones Mitglieder – Aktülle und ehemalige Besetzung

Die Rolling Stones hatten im Vergleich zu vielen anderen Bands eine bemerkenswert stabile Besetzung. Dennoch gab es im Laufe der Jahrzehnte bedeutende Veränderungen, tragische Verluste und wichtige Neuzugänge.

Mick Jagger (*1943) – Gesang und Frontmann

Sir Michäl Philip Jagger, geboren am 26. Juli 1943 in Dartford, Kent, ist einer der charismatischsten Frontmänner der Rockgeschichte. Seine Bühnenpräsenz ist legendär: Selbst jenseits der 80 bewegt er sich mit einer Energie über die Bühne, die Musiker halb so alt neidisch macht. Jagger studierte kurzzeitig an der London School of Economics, bevor die Musik sein Leben übernahm. Als Sänger und Co-Songwriter (zusammen mit Richards) schrieb er einige der größten Rock-Hymnen aller Zeiten. Sein Solo-Schaffen umfasst vier Alben, darunter “She’s the Boss” (1985). Jagger wurde 2003 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen – sehr zum Ärger von Richards, der das für “albern” hielt.

Keith Richards (*1943) – Gitarre und Gesang

Keith Richards, geboren am 18. Dezember 1943 in Dartford, Kent, ist die musikalische Seele der Rolling Stones. Seine Riffs – “Satisfaction”, “Start Me Up”, “Jumpin’ Jack Flash” – gehören zum eisernen Bestand der Rockmusik. Richards populärisierte die offene G-Stimmung seiner Gitarre und spielte oft mit nur fünf Saiten (die tiefe E-Saite wurde entfernt). Sein exzessiver Lebensstil mit Drogenkonsum und Alkohol ist ebenso legendär wie seine Musik – und sein Überleben grenzt an ein medizinisches Wunder. Richards veröffentlichte zwei Soloalben und seine Autobiografie “Life” (2010), die zum Bestseller wurde.

Brian Jones (1942–1969) – Gründer und Multi-Instrumentalist

Lewis Brian Hopkin Jones, geboren am 28. Februar 1942 in Cheltenham, war der Gründer der Rolling Stones und ihr vielseitigstes Mitglied. Er beherrschte Gitarre, Mundharmonika, Sitar, Marimbaphon und zahllose weitere Instrumente. Jones gab der Band in den frühen Jahren ihren unverwechselbaren Sound. Doch zunehmender Drogenkonsum, psychische Probleme und die Tatsache, dass Jagger und Richards das Songwriting übernahmen, drängten ihn an den Rand. Am 8. Juni 1969 wurde er aus der Band entlassen. Weniger als einen Monat später, am 3. Juli 1969, wurde Jones tot in seinem Swimmingpool gefunden. Er wurde nur 27 Jahre alt – das erste Mitglied des berüchtigten “Club 27”.

Charlie Watts (1941–2021) – Schlagzeug

Charles Robert Watts, geboren am 2. Juni 1941 in London, war das ruhige Herz der Rolling Stones. Sein eleganter, Jazz-beeinflusster Schlagzeugstil gab den Songs der Stones ihren unverwechselbaren Groove. Watts war das Gegenteil des Rockstar-Klischees: ein zurückhaltender Gentleman, der Maßanzüge liebte und die Aufregung des Tourlebens eher ertrug als genoss. Er war das einzige Gründungsmitglied (neben Jagger und Richards), das bis zu seinem Tod in der Band blieb. Am 24. August 2021 starb Charlie Watts in einem Londoner Krankenhaus. Er wurde 80 Jahre alt, und die Welt der Rockmusik verlor einen ihrer Größten.

Bill Wyman (*1936) – Bass (1962–1993)

William George Perks, geboren am 24. Oktober 1936 in London, war mit Abstand das älteste Mitglied der Stones. Sein solides, zurückhaltendes Bassspiel bildete zusammen mit Watts’ Schlagzeug eine der besten Rhythmus-Sektionen des Rock. Wyman verließ die Band offiziell 1993, nachdem er sich zunehmend unwohl fühlte mit dem Tourneeleben. Er widmete sich danach seiner Leidenschaft für Archäologie und Fotografie und betrieb das Restaurant “Sticky Fingers” in London.

Ron Wood (*1947) – Gitarre (seit 1975)

Ronald David Wood, geboren am 1. Juni 1947 in London, stieß 1975 als Ersatz für den geschassten Mick Taylor zu den Stones. Zuvor hatte er bei den Faces und den Jeff Beck Group gespielt. Woody, wie er genannt wird, brachte eine lockere Spielfreude mit, die perfekt zu Richards’ Stil passte. Die beiden wurden als “The Human Weave” bekannt – ihre ineinander verwobenen Gitarrenparts sind zum Markenzeichen der modernen Stones geworden. Wood war zunächst nur offizielles Mitglied auf Probebasis und wurde erst 1993 vollwertiger Partner. Heute ist er, nach Jagger und Richards, das dienstälteste Stones-Mitglied.

Mick Taylor (*1949) – Gitarre (1969–1974)

Michäl Kevin Taylor, geboren am 17. Januar 1949 in Welwyn Garden City, ersetzte Brian Jones und brachte eine virtuose Blues-Technik mit, die den Stones-Sound in ihrer goldenen Ära (1969–1974) prägte. Seine Slide-Gitarrenarbeit auf Alben wie “Sticky Fingers” und “Exile on Main St.” gilt als herausragend. Taylor verließ die Band Ende 1974 – offiziell wegen musikalischer Differenzen, inoffiziell auch wegen unzureichender songwriting-Credits und Tantiemen.

Die Diskographie der Rolling Stones – Die wichtigsten Alben

Die Stones haben über 30 Studioalben veröffentlicht. In den 1960ern und 1970ern produzierten sie einen Meilenstein nach dem anderen. Hier die bedeutendsten Werke der Rolling Stones Diskographie.

“Aftermath” (1966) – Das erste reine Jagger/Richards-Album

Mit “Aftermath” befreiten sich die Stones endgültig vom Image der Blues-Coverband. Es war ihr erstes Album, das ausschließlich Eigenkompositionen enthielt. “Paint It, Black” mit seiner Sitar-Melodie wurde ein weltweiter Nummer-eins-Hit. “Under My Thumb” und das über elf Minuten lange “Going Home” zeigten neu musikalische Ambitionen.

“Beggars Banqüt” (1968)

Nach dem psychedelischen Ausflug “Their Satanic Majesties Reqüst” (1967) – oft als Beatles-Kopie kritisiert – kehrten die Stones mit “Beggars Banqüt” zu ihren Roots zurück. “Sympathy for the Devil” mit seinem Samba-Rhythmus und dem mehrdeutigen Text ist einer der ikonischsten Rock-Songs überhaupt. “Street Fighting Man” fing die revolutionäre Stimmung von 1968 perfekt ein.

“Let It Bleed” (1969)

Eines der dunkelsten und besten Stones-Alben. “Gimme Shelter” – mit Merry Claytons atemberaubendem Gesang – fängt die Angst am Ende der 1960er ein wie kein anderer Song. “Midnight Rambler” ist ein Blues-Epos, “You Can’t Always Get What You Want” wurde zur inoffiziellen Hymne einer desillusionierten Generation. Das Album erschien nur zwei Tage vor dem verhängnisvollen Altamont-Festival, bei dem ein Zuschaür von Hells Angels erstochen wurde.

“Sticky Fingers” (1971)

Das erste Album auf dem bandeigenen Label Rolling Stones Records, erkennbar am berühmten Zungen-Logo, das Mick Jagger bei dem Grafikdesigner John Pasche in Auftrag gab. “Brown Sugar”, “Wild Horses” und “Can’t You Hear Me Knocking” sind Klassiker allererster Güte. Andy Warhols Cover mit dem echten Reißverschluss ist ein Sammlerstück. Mick Taylors Gitarrenarbeit erreicht auf diesem Album ihren Höhepunkt.

“Exile on Main St.” (1972) – Das Opus Magnum

Aufgenommen in Keith Richards’ Villa Nellcôte im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer, gilt “Exile on Main St.” für viele als das beste Rolling-Stones-Album überhaupt. Die Aufnahmebedingungen waren chaotisch: Richards war heroinabhängig, die Polizei ermittelte wegen Drogenbesitz, im Keller diente ein mobiles Aufnahmestudio. Doch genau aus diesem Chaos entstand ein Meisterwerk. Das Doppelalbum ist ein rauschhaftes Gemisch aus Rock, Blues, Country und Gospel. “Tumbling Dice”, “Rocks Off” und “Shine a Light” sind Kracher, die auch nach über 50 Jahren nichts von ihrer Wucht verloren haben.

“Some Girls” (1978)

“Some Girls” war die Antwort der Stones auf Punk und Disco – und bewies, dass die Band sich neu erfinden konnte. “Miss You” mit seiner Disco-Basslinie wurde ein Riesenhit, “Beast of Burden” eine der schönsten Stones-Balladen. Das Album verkaufte sich über sechs Millionen Mal allein in den USA und brachte die Stones zurück an die Spitze.

Weitere wichtige Alben

“Tattoo You” (1981) enthält mit “Start Me Up” einen der größten Stones-Hits. “Steel Wheels” (1989) markierte die Versöhnung von Jagger und Richards nach jahrelangem Streit. “A Bigger Bang” (2005) wurde von Kritikern als eines der besten Spätwerke gelobt. Und “Hackney Diamonds” (2023) – das erste Studioalbum mit neum Material seit 18 Jahren – bewies, dass die Stones auch im achten Lebensjahrzehnt noch relevante Musik machen können.

Die bekanntesten Rolling Stones Songs

Die Stones haben einen Katalog geschaffen, der zum Fundament der Rockmusik gehört. Hier die wichtigsten Songs auf einen Blick.

  • “(I Can’t Get No) Satisfaction” (1965) – Das Riff, das Keith Richards im Schlaf einfiel und auf einem Kassettenrekorder neben dem Bett festhielt. Platz 2 auf der Rolling-Stone-Liste der 500 besten Songs aller Zeiten.
  • “Sympathy for the Devil” (1968) – Jagger als Teufel in Person. Die Entstehung wurde in Jean-Luc Godards Film “One Plus One” dokumentiert.
  • “Gimme Shelter” (1969) – Der apokalyptische Opener von “Let It Bleed”. Merry Claytons Gesangspart ist so intensiv, dass ihre Stimme hörbar bricht.
  • “Paint It, Black” (1966) – Brian Jones’ Sitar verleiht diesem düsteren Song seinen unverwechselbaren Charakter. Nummer 1 in den USA und UK.
  • “Start Me Up” (1981) – Eines der bekanntesten Riffs der Rockgeschichte. Microsoft zahlte angeblich 14 Millionen Dollar, um den Song für die Windows-95-Kampagne zu nutzen.
  • “Wild Horses” (1971) – Richards schrieb den Song für seinen neugeborenen Sohn Marlon, weil er auf Tour gehen musste. Eine der ergreifendsten Rock-Balladen.
  • “Jumpin’ Jack Flash” (1968) – Der Song, der die Stones zurück zu den Roots brachte. Das Riff entstand, als Richards und Jagger den Gärtner Jack Dyer die Treppe hochpoltern hörten.
  • “You Can’t Always Get What You Want” (1969) – Mit dem Bach Choir London aufgenommen. Von der bittersüßen Erkenntnis, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft.
  • “Angie” (1973) – Die zarteste Seite der Stones. Nummer 1 in den USA. Über wen der Song handelt, ist bis heute umstritten.
  • “Brown Sugar” (1971) – Der dreckige Opener von “Sticky Fingers”, in drei Takes aufgenommen.

Altamont, Drogenprobleme und die dunkle Seite

Die Geschichte der Rolling Stones hat auch ihre Schattenseiten. Am 6. Dezember 1969 endete das kostenlose Altamont Free Concert in einer Katastrophe: Während die Stones “Under My Thumb” spielten, erstach ein Mitglied der Hells Angels – die als Sicherheitsdienst engagiert worden waren – den 18-jährigen Meredith Hunter. Der Vorfall gilt als symbolisches Ende der 1960er-Flower-Power-Ära.

Keith Richards’ Heroinsucht in den 1970ern brachte die Band mehrfach an den Rand des Zusammenbruchs. 1977 wurde er in Toronto wegen Heroinbesitzes in einer Menge verhaftet, die den Verdacht auf Drogenhandel nahelegte. Nur eine glückliche Wendung – ein blindes Mädchen sagte aus, dass Richards’ Musik ihr Leben bereichert habe – und ein milder Richter bewahrten ihn vor einer langen Gefängnisstrafe. Richards wurde stattdessen zu einem Benefizkonzert verurteilt.

In den 1980ern drohte die Band an den Differenzen zwischen Jagger und Richards zu zerbrechen. Jagger wollte modern klingen und veröffentlichte Soloalben; Richards fühlte sich verraten. Die Phase wurde als “World War III” bezeichnet. Erst 1989 versöhnten sich die beiden für die “Steel Wheels”-Tour.

Einfluss und Vermächtnis der Rolling Stones Band

Die Rolling Stones haben den Grundstein gelegt für praktisch jede härtere Spielart der Rockmusik. Ohne sie wäre die Entwicklung von Punk Rock und Hard Rock kaum denkbar. Ihr roher, Blues-basierter Sound beeinflusste Bands von den Ramones über Ärosmith bis hin zu den Black Keys.

Das berühmte “Tongü and Lips”-Logo, 1971 von John Pasche für 50 Pfund entworfen, ist eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt – vergleichbar mit dem Apple-Logo oder dem Nike-Swoosh. Es symbolisiert Rebellion, Rockmusik und eine Haltung, die nie alt wird.

Die Stones sind auch Rekordhalter im Live-Geschäft. Ihre “A Bigger Bang”-Tour (2005–2007) spielte 558 Millionen Dollar ein. Die “No Filter”-Tour und die aktülle “Hackney Diamonds”-Tour beweisen, dass Jagger und Richards auch jenseits der 80 die größten Arenen füllen können. Der Rolling Stone (das Magazin, benannt nach der Band und dem Muddy-Waters-Song) listete die Rolling Stones auf Platz 4 der größten Künstler aller Zeiten.

Im Vergleich zu den Beatles, die das Studio revolutionierten, revolutionierten die Stones die Live-Performance. Sie erfanden das Stadionkonzert, wie wir es kennen, komplett mit aufwendigen Bühnenbildern, riesigen Videoleinwänden und pyrotechnischen Effekten. Auch Bands wie Led Zeppelin und AC/DC profitierten von diesem Erbe.

Wissenswertes und Fun Facts über die Rolling Stones

  • Das Logo für 50 Pfund: Das weltberühmte Zungen-Logo wurde 1971 von dem Kunststudenten John Pasche für 50 Pfund entworfen. Heute ist es Milliarden wert. Pasche verkaufte das Original-Artwork 2008 für 92.500 Dollar an das Victoria and Albert Museum.
  • Richards’ Kassettenrekorder: Das Riff von “Satisfaction” entstand nachts im Traum. Richards nahm es auf einem Kassettenrekorder neben dem Bett auf und schlief wieder ein. Am nächsten Morgen war die gesamte Kassette mit Schnarchen überspielt – bis auf die ersten Sekunden.
  • Jagger und Richards schrieben im Gefängnis: Nach einer Drogenrazzia 1967 saßen Jagger und Richards kurzzeitig im Gefängnis. Die Times veröffentlichte den berühmten Leitartikel “Who breaks a butterfly on a wheel?” und kritisierte die unverhältnismäßige Strafe.
  • Charlie Watts’ Reaktion: Als Jagger einmal betrunken anrief und sagte “Wo ist mein Schlagzeuger?”, zog Watts sich einen Anzug an, rasierte sich, ging zu Jaggers Hotelzimmer und schlug ihm ins Gesicht mit den Worten: “Nenn mich nie wieder deinen Schlagzeuger. Du bist mein Sänger.”
  • Keine Nummer 1 in den UK-Charts seit 1969: Obwohl die Stones eine der erfolgreichsten Bands der Welt sind, hatten sie in Großbritannien seit “Honky Tonk Women” (1969) keine Nummer-eins-Single mehr.
  • Mars-Krater: Ein Krater auf dem Mars wurde 2014 offiziell nach den Rolling Stones benannt – ein Vorschlag der NASA.
  • Kein Ende in Sicht: Mick Jagger absolviert vor jeder Tour ein intensives Fitnessprogramm. Er läuft täglich bis zu 19 Kilometer während eines Konzerts. Mit über 80 Jahren ist er fitter als die meisten Menschen halb so alt.

Die Rolling Stones haben bewiesen, dass Rock’n’Roll keine Frage des Alters ist. Solange Mick Jagger tanzt und Keith Richards sein Riff spielt, lebt die Rockmusik. Wer mehr über die Wurzeln dieser Musik erfahren möchte, findet auf rockpop24.de weitere Artikel zu der Geschichte des Rock und anderen legendären Bands.