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Led Zeppelin: Wie Jimmy Page und Robert Plant den Hard Rock erfunden und die Musikwelt verändert haben

Von Johan Steppuhn · · 14 Min. Lesezeit

Wenn von den härtesten, lautesten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten die Rede ist, fällt ein Name immer zürst: Led Zeppelin. In nur zwölf Jahren – von 1968 bis 1980 – schufen vier britische Musiker ein Werk, das den Hard Rock und Heavy Metal begründete, den Blues in neu Dimensionen katapultierte und mit “Stairway to Heaven” den wohl berühmtesten Rock-Song aller Zeiten hervorbrachte. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte, die Mitglieder und das monumentale Erbe von Led Zeppelin.

Led Zeppelin waren von Anfang an anders. Keine Singles, keine Kompromisse, keine Interviews, wenn es sich vermeiden ließ. Stattdessen: monströse Live-Konzerte, die drei Stunden und länger daürten, Alben, die als Gesamtkunstwerke konzipiert waren, und eine Maür aus Sound, die bis heute unerreicht ist. Mit über 300 Millionen verkauften Tonträgern gehört die Band zu den kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen der Geschichte.

Die vier Mitglieder von Led Zeppelin – Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham – waren jeweils Ausnahmemusiker auf ihrem Instrument. Zusammen schufen sie eine Chemie, die sich nicht reproduzieren ließ. Als Schlagzeuger John Bonham am 25. September 1980 starb, war die Band sofort am Ende. Es gab keinen Ersatz – und die Band wusste das. Eine Integrität, die in der Rockgeschichte ihresgleichen sucht.

Gründung und Anfänge von Led Zeppelin

Die Geschichte von Led Zeppelin beginnt mit dem Ende einer anderen legendären Band: The Yardbirds. Gitarrist Jimmy Page hatte die Yardbirds 1966 übernommen, nachdem Jeff Beck die Band verlassen hatte. Doch 1968 lösten sich die Yardbirds auf, und Page saß auf einer Reihe bereits gebuchter Konzerttermine in Skandinavien, die er erfüllen musste. Er brauchte eine neu Band – und zwar schnell.

Page hatte einen klaren Plan: eine Gruppe, die die Schwere des Blues mit der Lautstärke des Rock und der Vielseitigkeit von Folk und Eastern Music verbinden sollte. Sein Wunschsänger war zunächst Terry Reid, der aber bereits unter Vertrag stand. Reid empfahl einen unbekannten Sänger aus den West Midlands: Robert Plant. Page fuhr nach Birmingham, um Plant mit seiner Band Band of Joy auftreten zu sehen – und war sofort überzeugt. Plant brachte seinen Band-of-Joy-Kollegen John Bonham als Schlagzeuger mit, obwohl Bonham zunächst lieber bei Jö Cocker spielen wollte. Es brauchte angeblich 40 Telegramme von Page und Stones-Manager Peter Grant, um Bonham zu überzeugen.

Den Bass und die Keyboards übernahm John Paul Jones, ein hochgefragter Studiomusiker, der unter anderem für Donovan, die Rolling Stones und Jeff Beck gearbeitet hatte. Jones rief Page an, nachdem er von dessen Plänen gehört hatte, und bot seine Dienste an. Page sagte sofort zu – er wusste, was Jones konnte.

Die erste Probe und der Urknall

Im September 1968 trafen sich die vier Musiker zum ersten Mal in einem Proberaum in der Londoner Gerrard Street. Sie spielten “Train Kept A-Rollin'” – und nach den Berichten aller Beteiligten war der Raum nach wenigen Takten mit einer Energie gefüllt, die alle vier noch nie erlebt hatten. “Die Haare standen uns zu Berge”, erinnerte sich Page später. Zunächst nannten sie sich The New Yardbirds, um die skandinavischen Konzerte zu erfüllen. Der Name “Led Zeppelin” entstand aus einem Scherz von The-Who-Schlagzeuger Keith Moon, der sagte, die Band würde “wie ein bleierner Zeppelin abstürzen” (lead = Blei; die Schreibweise “Led” statt “Lead” wurde gewählt, damit englischsprachige Leser das Wort nicht als “lied” aussprechen würden).

Manager Peter Grant, ein ehemaliger Wrestler und Türsteher, handelte einen beispiellosen Plattenvertrag mit Atlantic Records aus: 200.000 Dollar Vorschuss – eine damals ungeheure Summe für eine unbekannte Band – und vollständige kreative Kontrolle. Keine Einmischung des Labels in Songauswahl, Cover oder Marketing. Es war der Beginn einer neun Ära in der Musikindustrie.

Die Led Zeppelin Mitglieder

Led Zeppelin bestanden in ihrer gesamten Existenz aus exakt vier Mitgliedern. Es gab nie einen Personalwechsel, nie einen Ersatzmann, nie einen Gastmusiker auf der Bühne. Diese Konstanz ist Teil ihrer Legende.

Jimmy Page (*1944) – Gitarre und Produktion

James Patrick Page, geboren am 9. Januar 1944 in Heston, Middlesex, ist einer der einflussreichsten Gitarristen der Rockgeschichte. Bevor er Led Zeppelin gründete, war er einer der gefragtesten Session-Gitarristen Londons und spielte auf Hunderten von Aufnahmen – von den Kinks über The Who bis hin zu Jö Cocker. Bei den Yardbirds entwickelte er den Einsatz des Geigenbogens auf der E-Gitarre, eine Technik, die sein Markenzeichen wurde. Pages Spiel verbindet Blues-Feeling mit innovativer Studiotechnik. Er war nicht nur Gitarrist, sondern auch Produzent aller Led-Zeppelin-Alben und ein Meister der Klangarchitektur. Sein Gibson-Les-Paul-Sound und seine doppelhalsige Gibson EDS-1275 (bekannt aus den “Stairway to Heaven”-Live-Versionen) sind ikonisch. Pages Interesse an Okkultismus und seine Besessenheit mit Aleister Crowley sorgten zusätzlich für mystische Aura.

Robert Plant (*1948) – Gesang

Robert Anthony Plant, geboren am 20. August 1948 in West Bromwich, Staffordshire, brachte eine Stimme mit, die es in der Rockmusik so noch nicht gegeben hatte: ein hoher, kraftvoller, an Blues-Schreier wie Robert Johnson und Howlin’ Wolf geschulter Tenor, der von zärtlichem Flüstern bis zu durchdringendem Kreischen alles abdeckte. Plant war 20 Jahre alt, als er zu Led Zeppelin stieß – ein unbekannter Sänger aus der Provinz. Seine lyrischen Texte, beeinflusst von Tolkien, nordischer Mythologie und dem Blues des Mississippi-Deltas, gaben Led Zeppelins Musik eine mystische Dimension. Nach dem Ende der Band startete Plant eine erfolgreiche Solokarriere. Sein Album “Raising Sand” (2007) mit Alison Krauss gewann fünf Grammy Awards, darunter Album des Jahres.

John Paul Jones (*1946) – Bass, Keyboards, Mandoline

John Baldwin, geboren am 3. Januar 1946 in Sidcup, Kent, besser bekannt als John Paul Jones, war das musikalische Fundament von Led Zeppelin. Als ausgebildeter Musiker und erfahrener Arrangeur brachte er eine Professionalität mit, die der Band ihre strukturelle Tiefe gab. Jones spielte nicht nur Bass, sondern auch Keyboards (Hammond-Orgel, Mellotron, Synthesizer) sowie Mandoline und Recorders. Seine Basslinien in Songs wie “The Lemon Song”, “Ramble On” und “Black Dog” sind Lehrstücke rhythmischer Präzision. Jones war das ruhigste Mitglied der Band – so zurückhaltend, dass er den Spitznamen “The Quiet One” erhielt. Nach Led Zeppelin arbeitete er als Produzent und Filmkomponist.

John Bonham (1948–1980) – Schlagzeug

John Henry Bonham, geboren am 31. Mai 1948 in Redditch, Worcestershire, gilt für viele als der beste Rock-Schlagzeuger aller Zeiten. Sein Spiel war von einer Wucht und gleichzeitigen Finesse, die bis heute unerreicht ist. Der Drum-Part von “Moby Dick” – live oft auf 20-minütige Solos ausgedehnt – demonstrierte seine Virtuosität. “When the Levee Breaks” enthält einen der meistgesampelten Drum-Beats der Musikgeschichte. Bonham spielte mit außergewöhnlich schweren Sticks und schlug härter als jeder andere Drummer seiner Generation, ohne dabei den Groove zu verlieren. Am 25. September 1980 starb Bonham in Pages Haus in Windsor an einer Aspiration – er hatte in den Stunden zuvor etwa 40 Maß Wodka getrunken. Er wurde 32 Jahre alt. Led Zeppelin lösten sich daraufhin auf – ein Ersatz kam nie in Frage.

Die Diskographie von Led Zeppelin – Alben die Geschichte schrieben

Led Zeppelin veröffentlichten zwischen 1969 und 1979 neun Studioalben. Jedes einzelne wurde mindestens mit Platin ausgezeichnet. Hier die wichtigsten Werke.

“Led Zeppelin” (1969) – Der Donnerschlag

Das Debütalbum wurde in nur 36 Stunden Studiozeit aufgenommen und kostete weniger als 1.800 Pfund. Es enthält “Good Times Bad Times”, “Dazed and Confused” und “Communication Breakdown” – Songs, die den Hard Rock mit einem Schlag definierten. Das Album erreichte Platz 10 in den USA und Platz 6 in Großbritannien und verkaufte sich allein in den USA über acht Millionen Mal.

“Led Zeppelin II” (1969) – Die Dampfwalze

Noch im selben Jahr erschien “Led Zeppelin II”, aufgenommen in verschiedenen Studios während der ersten US-Tournee. “Whole Lotta Love” mit seinem verzerrten Mittelteil wurde zum Markenzeichen der Band. “Heartbreaker” und “Moby Dick” zeigten die Live-Energie der Band im Studio. Das Album verdrängte die Beatles mit “Abbey Road” von Platz 1 der US-Charts.

“Led Zeppelin III” (1970) – Der akustische Bruch

Nach zwei Alben voller Wucht überraschte die Band mit einem überwiegend akustischen Werk. Aufgenommen in einer abgelegenen Hütte namens Bron-Yr-Aur in Wales, zeigt “Led Zeppelin III” die Folk-und Akustik-Seite der Band. “Immigrant Song” mit seinem wikingerartigen Intro ist jedoch alles andere als leise und wurde zur Konzert-Hymne.

“Led Zeppelin IV” / “Zoso” (1971) – Das Monument

Offiziell hat dieses Album keinen Titel. Es wird wahlweise als “Led Zeppelin IV”, “Zoso” (nach den vier mysteriösen Symbolen auf dem Cover) oder “Four Symbols” bezeichnet. Es enthält “Stairway to Heaven” – den am häufigsten im Radio gewünschten Song aller Zeiten, der nie als Single veröffentlicht wurde. “Black Dog”, “Rock and Roll” und “When the Levee Breaks” sind ebenfalls absolute Kracher. Das Album verkaufte sich weltweit über 37 Millionen Mal und ist eines der meistverkauften Alben der Musikgeschichte.

“Houses of the Holy” (1973)

Das erste Led-Zeppelin-Album mit einem eigentlichen Titel. Es zeigt die Band experimentierfreudig wie nie: Funk (“The Crunge”), Reggä (“D’yer Mak’er”), progressive Elemente (“The Rain Song”, “No Quarter”) und epischer Rock (“The Song Remains the Same”). Das umstrittene Cover – nackte Kinder auf einem Felsen – sorgte für Diskussionen, wurde aber zu einem der bekanntesten Album-Cover der 1970er.

“Physical Graffiti” (1975)

Das ambitionierteste Led-Zeppelin-Werk: ein Doppelalbum mit 15 Songs, das die gesamte Bandbreite der Band abbildet. “Kashmir” – mit seinem orientalischen Orchester-Arrangement – gilt als einer der mächtigsten Rock-Songs aller Zeiten. “Trampled Under Foot” und “In My Time of Dying” sind ebenso beeindruckend. Das Album erreichte in mehreren Ländern Platz 1 und verkaufte sich innerhalb der ersten Woche über eine Million Mal.

Spätere Alben

“Presence” (1976) entstand unter schwierigen Umständen – Plant erholte sich von einem schweren Autounfall auf Rhodos – und zeigt eine raüre, direktere Band. “Achilles Last Stand” ist ein zehnminütiges Epos von überwältigender Kraft. “In Through the Out Door” (1979), das letzte reguläre Studioalbum, war ein kommerzieller Riesenerfolg (Platz 1 in den USA innerhalb einer Woche), wurde aber von Kritikern als zu poppig empfunden. “Coda” (1982) versammelte posthum unveröffentlichte Aufnahmen.

Die bekanntesten Led Zeppelin Songs

Led Zeppelin haben einen Katalog geschaffen, der zum Pflichtprogramm jeder Rock-Musiksammlung gehört. Die folgende Auswahl zeigt die Bandbreite dieser außergewöhnlichen Band.

  • “Stairway to Heaven” (1971) – Der heilige Gral der Rockmusik. Acht Minuten, die von einer sanften akustischen Einleitung zu einem donnernden Finale aufbaün. Nie als Single veröffentlicht, trotzdem der meistgespielte Song der US-Radiogeschichte. Über die Bedeutung des Textes wird seit Jahrzehnten gerätselt.
  • “Whole Lotta Love” (1969) – Pages verzerrtes Riff und Plants ekstatischer Gesang schufen einen Meilenstein des Hard Rock. Der psychedelische Mittelteil mit seinen Studiöffekten war bahnbrechend.
  • “Kashmir” (1975) – Von Page als sein bestes Werk bezeichnet. Das orientalische Orchester-Arrangement und Bonhams stampfender Beat erzeugen eine hypnotische Wucht.
  • “Black Dog” (1971) – Ein Riff, das in ungeraden Taktarten springt, während Bonhams Schlagzeug den Grundbeat hält. Benannt nach einem schwarzen Hund, der um das Studio streunte.
  • “Rock and Roll” (1971) – Entstand spontan im Studio, als Bonham den Drum-Intro von Little Richards “Keep A-Knockin'” spielte. Innerhalb von 15 Minuten stand der komplette Song.
  • “Immigrant Song” (1970) – Plants Wikinger-Schrei und das treibende Riff – inspiriert von einer Island-Reise der Band. Unter zwei Minuten pure Energie.
  • “When the Levee Breaks” (1971) – Bonhams Drum-Sound, aufgenommen im Treppenhaus eines Landhauses, wurde zum meistgesampelten Beat der Hip-Hop-Geschichte.
  • “Dazed and Confused” (1969) – Live auf bis zu 40 Minuten ausgedehnt, inklusive Pages Geigenbogen-Soli. Eine düstere, hypnotische Tour de Force.

Keine Singles – Led Zeppelins ungewöhnliche Politik

Eine der bemerkenswertesten Entscheidungen in der Karriere von Led Zeppelin war ihre No-Singles-Policy in Großbritannien. Manager Peter Grant und die Band waren überzeugt, dass ihre Musik als Album gehört werden sollte – nicht in auf drei Minuten zurechtgestutzten Single-Versionen. “Stairway to Heaven”, der berühmteste Led-Zeppelin-Song, wurde nie als Single veröffentlicht. In den USA gab es zwar einige Singles (auf Druck von Atlantic Records), aber die Band bestand darauf, dass das Album als Ganzes das Kunstwerk war. Diese Haltung war ihrer Zeit weit voraus und beeinflusste die Album-orientierte Rockmusik der 1970er nachhaltig.

Live-Legende – Led Zeppelins Konzerte als Erlebnis

Led Zeppelin waren nicht nur im Studio herausragend – live waren sie eine Naturgewalt. Ihre Konzerte daürten regelmäßig drei Stunden und mehr, wobei einzelne Songs wie “Dazed and Confused” oder “Moby Dick” auf 20 bis 40 Minuten ausgedehnt wurden. Page spielte seine Gitarre mit einem Geigenbogen, Bonham hämmerte während “Moby Dick” ein Solo, das manchmal eine halbe Stunde daürte – mit bloßen Händen. Plant improvisierte Textzeilen und Gesangspassagen, die jede Aufführung einzigartig machten.

Die Band füllte schon früh die größten Arenen. 1973 brachen sie den Besucherrekord im Tampa Stadium mit 56.800 Zuschaürn – ein Rekord, der zuvor den Beatles gehört hatte. Ihre Nordamerika-Tour 1973 war eine der einträglichsten Tourneen jener Zeit und zementierte ihren Ruf als größte Live-Band der Welt. Der Live-Mitschnitt “The Song Remains the Same” (1976) und das später veröffentlichte “How the West Was Won” (2003) fangen nur einen Bruchteil dieser Energie ein – wer dabei war, beschreibt die Konzerte als lebensverändernde Erfahrungen.

Einfluss und Vermächtnis von Led Zeppelin

Led Zeppelin haben den Hard Rock und Heavy Metal begründet, ohne jemals eines dieser Labels für sich zu akzeptieren. Ihr Einfluss auf Bands wie Black Sabbath, Deep Purple, AC/DC, Ärosmith, Heart, und später auch auf Grunge-Bands wie Nirvana und Soundgarden, ist immens. Jack White, der Gitarrist von The White Stripes, nennt Led Zeppelin als seine wichtigste Inspiration.

Die Band wurde 1995 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Ihr Katalog verkauft sich bis heute hervorragend: Die remasterten Alben, die Page zwischen 2014 und 2015 betreute, erreichten weltweit die Charts. Der Live-Mitschnitt “How the West Was Won” (2003) und der Film “Celebration Day” (2012), der das Reunion-Konzert von 2007 im Londoner O2 dokumentiert, zeigten einer neun Generation, was Led Zeppelin ausmachte. Bei jenem O2-Konzert am 10. Dezember 2007 – das einzige vollständige Reunion-Konzert – bewarben sich über 20 Millionen Menschen um die 18.000 verfügbaren Tickets. Es war das heißbegehrteste Konzertticket der Geschichte.

Die Geschichte des Rock wäre ohne Led Zeppelin nur halb erzählt. Sie stehen an der Schnittstelle zwischen dem klassischen Blues-Rock der 1960er und dem Heavy Metal der 1970er und 1980er – und haben beide Seiten entscheidend geprägt.

Wissenswertes und Fun Facts über Led Zeppelin

  • Das Debüt für 1.800 Pfund: Das erste Led-Zeppelin-Album kostete weniger als 1.800 Pfund Studiogebühren. Es hat seither weit über 100 Millionen Dollar eingespielt.
  • “Stairway” nie als Single: Obwohl “Stairway to Heaven” der meistgespielte Song der amerikanischen Radiogeschichte ist, wurde er in Großbritannien nie als Single veröffentlicht. In US-Plattenläden versuchten Fans, das Album nur wegen dieses einen Songs zu kaufen.
  • Das Hai-Vorfall: Während eines Aufenthalts im Edgewater Inn in Seattle, wo man vom Hotelzimmer aus angeln konnte, soll es zu einem berüchtigten Vorfall mit einem Hai oder Mudfish gekommen sein. Die Geschichte wurde so oft erzählt und übertrieben, dass die Wahrheit nicht mehr zu ermitteln ist – aber sie gehört zum Mythos.
  • Bonhams Wodka-Rekord: John Bonham soll an seinem letzten Tag 40 Maß Wodka (etwa 1,2 Liter) in zwölf Stunden getrunken haben. Sein Tod durch Aspiration am 25. September 1980 beendete die Band sofort.
  • Die “Starship”: Led Zeppelin charterten in den 1970ern eine umgebaute Böing 720 mit dem Spitznamen “The Starship”, komplett mit Bar, Schlafzimmern und einem Kamin. Es war das ultimative Symbol des Rock-Exzesses.
  • Pages Okkultismus: Jimmy Page kaufte Boleskine House am Ufer von Loch Ness – das ehemalige Wohnhaus von Aleister Crowley. Sein Interesse am Okkulten nährte zahlreiche Verschwörungstheorien, darunter die Legende, dass “Stairway to Heaven” rückwärts abgespielt satanische Botschaften enthalte.
  • 20 Millionen Bewerbungen: Für das Reunion-Konzert 2007 in der Londoner O2-Arena bewarben sich über 20 Millionen Menschen um 18.000 Tickets – ein Guinness-Weltrekord.
  • Kein Ersatz für Bonham: Nach Bonhams Tod veröffentlichte die Band ein knappes Statement: “Wir wünschen es bekannt zu geben, dass der Verlust unseres lieben Freundes und der tiefe Respekt, den wir für ihn empfinden, es uns unmöglich und unpassend erscheinen lassen, weiterzumachen.” Eine Klasse-Entscheidung.

Led Zeppelin bleiben die ultimative Rock-Band: kompromisslos, überwältigend, unsterblich. Wer die Wurzeln des Hard Rock verstehen will, muss hier anfangen. Und wer “Stairway to Heaven” zum ersten Mal hört, versteht sofort, warum diese Band einen Meilenstein nach dem anderen gesetzt hat. Weitere Artikel zu Rock-Geschichte und verwandten Bands wie den Rolling Stones gibt es hier auf rockpop24.de.